Für die Behaglichkeit eines Wohnraumes sind folgende drei Größen bestimmend: Mittlere Raumlufttemperatur, Wandinnen-Oberflächentemperatur und relative Feuchtigkeit der Raumluft. Folgende beiden Diagramme geben die Zusammenhänge wieder:

(Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik)
 

Ein behagliches Wohnklima in der kalten Jahreszeit kann durch folgende zwei Maßnahmen erreicht werden:

  • Man erhöht die Raumtemperatur. Damit steigen allerdings die Wärmeverluste stark an (die Erhöhung der Raumtemperatur um 1°C bedingt einen erhöhten Energieverbrauch von ca. 6%)
  • Man erhöht die Wandinnentemperatur durch Dämmung der Außenwände. Dies reduziert auch den Energieverbrauch um 60-80%

Besonders gut geeignet für die Erzielung der Behaglichkeit ist also die Beeinflussung der Wandtemperatur, die bei ungedämmten Bestandsbauten während der kalten Jahreszeit auf ungeahnte Tiefen fallen kann!

Folgende Tabelle gibt für einige typische Außentemperaturen die Wandinnentemperaturen einer ungedämmten und einer mit 16cm, λ =0,035 W/Km gedämmten 24-cm-Hochlochziegel-Außenwand (Raumtmperatur=20°C) an:

Hier wird besonders augenfällig, dass durch eine Dämmung der Außenwand ein behagliches Wohnklima während der kalten Jahreszeit überhaupt erst möglich wird!

Dieser Vorteil, der sich nicht als geldwerter Vorteil oder in Amortisationsbetrachtungen darstellen läßt, sollte bei der Bewertung einer Dämmmaßnahme unbedingt berücksichtigt werden!