Alle Materialien haben ein charakteristisches Wärmeleitvermögen. Es ist ein Maß dafür, wie groß der Wärmestrom (in W) bei einer Materialdicke von 1m ist, wenn die Temperaturdifferenz zwischen beiden Seiten 1 K beträgt.

Die Einheit der Wärmeleitfähigkeit (abgekürzt mit λ) ist W/Km.

Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit λ ist, umso besser die Dämmwirkung. Gängige λ-Werte für derzeitige Dämmmaterialien sind 0,040 bis 0,030 W/Km.

Ein daraus abgeleitetes Maß für die Wärmedämmung ist der U-Wert, der den Wärmestrom (in W) je m² durch eine Wand angibt, auf deren beiden Seiten eine Temperaturdifferenz von 1 K besteht.

Die Einheit ist W/m²K

U-Wert-Beispiele für Wände und Fenster:

Ziegelwand 24cm mit 2x2cm Putz                                                                     1,55 W/m²K

dito, aber gedämmt mit 16 cm Mineralwolle mit λ = 0,035 W/Km                         0,18 W/m²K

Fenster 2-fach isolierverglast                                                                            2,70 W/m²K

Fenster 2-fach wärmeschutzverglast                                                                 1,10 W/m²K

Beispiel:

Der Wärmestrom durch eine Wohnzimmer-Außenwand mit einer Fläche von 12,5 m² und einem U-Wert von 1,55 W/m²K beträgt bei einer Innentemperatur von 20°C und einer Außentemperatur von –5°C 484 W. Ist die Wand wie oben beschrieben gedämmt, so ergibt sich bei einem U-Wert von 0,18 W/m²K und sonst gleichen Bedingungen ein Wärmestrom von lediglich 56 W (=11,6% des ungedämmten Falls).