Die Temperatur ist ein Maß für die ‚gefühlte Wärme‘. Sie wird gemessen entweder in °C (Grad Celsius: 0°C Gefrierpunkt des Wassers, 100°C Siedepunkt des Wassers) oder in K (Kelvin: 0 K absoluter Nullpunkt = -273,2°C, sonst gleiche Skala wie °C; K benutzt man, wenn der Temperaturwert nicht negativ werden darf).

Luftfeuchte: Luft ist in der Lage, in Abhängigkeit von ihrer Temperatur Wasser aufzunehmen. Je höher ihre Temperatur ist, umso mehr Wasser kann die Luft aufnehmen. Es gibt allerdings für jeden Wassergehalt eine untere Grenztemperatur, den sog. Taupunkt, bei der die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft erschöpft ist. Kühlt man die Luft unter diese Temperaturgrenze ab, dann fällt Wasser als Tau aus.

Das Verhältnis der tatsächlichen Feuchte in der Luft zu der maximal aufnehmbare Feuchte nennt man die relative Feuchte φ. In Wohnbereichen sollte φ zwischen 45 und 60% liegen. Wenn man z. B. als Innentemperatur 20°C und φ = 60% annimmt, ergibt sich als Taupunkt 12,0°C. Dies bedeutet, dass an Stellen, bei denen Wärmebrücken die Innenwand unter 12,0°C abkühlen, sich Feuchtigkeit in Form von Wasser niederschlägt. Wenn dies über längere Zeit geschieht, wird sich dort Schimmel ansiedeln.

Man hat besonders in der kalten Jahreszeit eine wirkungsvolle Möglichkeit, durch Lüften die relative Feuchte φ im Innenraum zu erniedrigen: Wenn man z. B. die Außenluft mit –5°C und φ = 80% auf die Innentemperatur von 20°C erwärmt, stellt sich φ = 13% ein. Durch Mischen mit der vorhanden (feuchteren) Raumluft lässt sich praktisch jede gewünschte relative Feuchte zwischen 30 und 60% im Innenraum erzielen.

Übrigens: Man sollte in jedem Raum, in dem Feuchtigkeit entsteht (Bad, Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer), ein Messgerät für Temperatur und relative Feuchte aufstellen, um die Feuchtigkeitsverhältnisse immer im Blick zu haben. Solche Geräte mit ausreichender Genauigkeit gibt es schon für ca. € 10,– in Baumärkten.