In einem Bestandsgebäude ist die Wärmeverteilung in engen Grenzen vorgegeben (Heizkörper, Fußboden-, Wand- und Deckenheizung, Einrohr- und Zweirohrsystem, Vorlauf-/Rücklauf-Temperatur).

Es bestehen meist folgende einfache und preiswerte Energieeinsparmöglichkeiten:

  • Da man früher bei der Auslegung einer Anlage großzügige Zuschläge, insbesondere bei der Wärmeleistung der Heizkörper gemacht hat, bestehen meist gute Chancen, die Wohnung ohne Komfort-Verlust zu heizen, wenn man die Vorlauftemperatur herabsetzt. Dies geschieht an der Regelung des Heizkessels. Das reduziert die Brennerstarts und und die damit verbundenen Wärmeverluste.
  • Man sollte alle Heizkörper mit Thermostaten ausstatten, die die Raumtemperatur auf 1°C konstant halten.
  • Man sollte eine ungeregelte gegen eine elektronisch geregelte Heizungspumpe austauschen, die nur noch 15-25% der elektrischen Energie der alten ungeregelten Heizungspumpe verbraucht, was bei einer Tag und Nacht laufenden Pumpe im Jahr schon 400 kWh Einsparung bringt.
  • Man sollte unbedingt einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen. Dieser bewirkt, dass die Heizungspumpe mit minimaler Leistung läuft, die Vorlauftemperatur minimiert wird und jeder Heizkörper mit nur soviel Heizungswasser durchströmt wird, wie er zur Erwärmung des Raumes braucht. Bei der technischen Durchführung des hydraulischen Abgleichs muss zwischen Ein- und Zweirohr-Systemen unterschieden werden. Oft ist auch nötig, alle Heizkörperventile auszutauschen, wenn sie nicht die Möglichkeit der Einstellung einer individuellen Drosselung bieten. Bei Einrohrsystemen muss evtl. zusätzlich in jeden einzelnen Strang ein Durchflussbegrenzerventil eingebaut werden. Übrigens: Bei einigen Förderprogrammen ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs Pflicht!