Fenster zählen zu den energetischen Problemkomponenten der Außenhülle eines Gebäudes. Deshalb ist es wichtig, dass ihr U-Wert möglichst gering ist. Dies kann man durch folgende Maßnahmen erreichen:

  • Sind die Fensterrahmen in Ordnung und die Dichtungen genügend dicht, ist es oft die billigste Methode, die vorhandene Isolierverglasung durch eine Wärmedämmverglasung zu ersetzen. Man halbiert dadurch etwa den U-Wert des Fensters
  • Sind die vorhandenen Fenster älteren Datums und haben sie noch keine Zweischeibenisolierverglasung, dann bleibt nur die Erneuerung aller Fenster. Gleichzeitig sollte auch ein Wärmedämmverbund-System auf die Außenwand aufgebracht werden, da bei neuen dichten Fenstern erfahrungsgemäß zu wenig gelüftet wird, (weil es vorher wegen der Undichtigkeit der alten Fenster nicht notwendig gewesen ist, zu lüften!). Vorhandene Wärmebrücken führen dann schnell zu Schimmelbefall, wenn diese durch die Außendämmung nicht entschärft oder gar beseitigt werden

Fenster sollten nicht nur einen möglichst niedrigen U-Wert besitzen, sie sollten auch dicht sein, damit der Lüftungswärmeverlust gering bleibt. Würde aber dann nicht gezielt gelüftet werden, würde die Luftfeuchtigkeit schnell so hohe Werte erreichen, dass sich an den kältesten Stellen im Raum sofort Wasser niederschlagen würde. Andererseits würde eine Dauerlüftung etwa durch ein dauernd gekipptes Fenster die Lüftungswärmeverluste wieder in die Höhe treiben und die Wände auskühlen.