Lüften ist in einem Gebäude aus zweierlei Gründen nötig:

  • Abtransport der feuchten Luft und Eintrag trockener Außenluft zur Erzielung einer relativen Feuchte von 45 bis 60% im Innenraum während der kalten Jahreszeit
  • Abtransport der verbrauchten Luft mit hohem CO2-Anteil aus der Atmung der Bewohner und sonstigen Ausdünstungen und deren Ersetzung durch frische Außenluft.

Mit jedem Lüftungsvorgang ist ein Wärmeverlust verbunden, weil die ersetzte, von Außen kommende kalte Luftmenge auf Raumtemperatur erwärmt werden muss. Diesen Wärmeverlust kann man minimieren, wenn man die Wärme, die in der nach Außen strömenden Raumluft enthalten ist, dieser entzieht und damit die nach innen strömende Außenluft vorwärmt. Auf diese Weise lassen sich die Lüftungswärmeverluste auf 10% gegenüber einer Fensterlüftung herabsetzen.

Dazu sind allerdings Lüftungsgeräte nötig – zentral für das ganze Haus oder dezentral für einzelne Zimmer – die eine ganze Reihe von Vorteilen aufweisen:

  • Wärmerückgewinnung bis zu 90%
  • Filterung der Außenluft durch auswaschbare Pollenfilter
  • Starke akustische Entkopplung vom Außenlärm (z. B. an einer stark befahrenen Straße)
  • Geringe, nicht als störend empfundene Luftgeschwindigkeiten
  • Keine Lärmbelästigung durch Ventilatorgeräusche
  • Sehr geringe elektrische Leistung (1W bei dezentralen Geräten)
  • Definiert einstellbarer Luftdurchsatz (in m³/h) für jeden Raum

Lüftungsgeräte sind nur bei dichten Fenstern und Türen sinnvoll und nötig!

Dezentrales Lüftungsgerät

(Quelle: Halmburger)

Beispiel:

Bei der empfohlenen Luftwechselzahl von 0,3 je Stunde muss bei einem Raum mit 25 m² Fläche und 2,50 m Höheh = 62,5 m³ das Lüftungsgerät mindestens 18,75 m³/Stunde Frischluft bereitstellen.