Zur Erzeugung von einer Kilowattstunde (kWh) elektrischer Energie müssen heute bei uns im Mittel 2,3 kWh an fossiler oder atomarer Primärenergie aufgewendet werden. Deshalb sollte mit dem Verbrauch von elektrischer Energie besonders sparsam umgegangen werden.

Im Haushalt gibt es viele elektrische Verbraucher, die dauernd eingeschaltet sein müssen:

  • Heizungspumpe
  • Heizungssteuerung
  • Lüftungsanlagen
  • Kühlschrank
  • Gefrierschrank
  • Telefone

aber auch Geräte, die nur bei Bedarf eingeschaltet werden:

  • Computer mit Drucker, Bildschirm und aktiven Lautsprechern
  • DSL-Modem und Router
  • WLAN und Switch
  • HiFi-Anlage
  • Fernsehapparat
  • DVD-Player

Alle Geräte, die unbedingt eingeschaltet sein müssen, sollten einen minimalen Energieverbrauch haben, z. B. durch die Verwendung von primär-getakteten Netzteilen oder Pumpen mit elektronischer Regelung.

Alle anderen Geräte sollten vom Netz getrennt werden, wenn sie nicht gebraucht werden.

Kühlgeräte und Großverbraucher wie Waschmaschine, Trockner, Bügeleisen und -Maschine, Kochplatten, Backröhre, Geschirrspülmaschine und Wasserkocher sollten nur solche Geräte sein, die minimalen Verbrauch haben (Energieeffizienzklasse A+ oder besser) und sie sollten so wenig wie möglich benutzt werden. Bei Geschirrspülmaschinen kann man obendrein erheblich elektrische Energie sparen, wenn man sie nicht an das Kaltwasser, sondern an das Warmwasser anschließt, was jede moderne Geschirrspülmaschine verträgt.

Auch bei der Beleuchtung bietet sich ein großes Energieeinsparpotential im Ersatz von Glühbirnen durch Energiesparlampen. Mittlerweile gibt es am Markt Produkte, die in Form, Abmessungen und Farbtemperatur herkömmlichen Glühlampen gleichen, innerhalb weniger Sekunden nach dem Einschalten ihre volle Helligkeit erreichen, keinen Schaden nehmen durch häufiges Ein- und Ausschalten und dimmbar sind.

Auch sollte man sich überlegen, überall dort, wo es sinnvoll ist, Lichtbereiche durch Bewegungsmelder statt mit Hand zu schalten. Dies erhöht erheblich den Komfort und sorgt dafür, dass Lampen nur dann eingeschaltet sind, wenn ihr Licht auch wirklich gebraucht wird.

Eine regelrechte Unsitte ist die Tatsache geworden, jedes Gerät, das man nicht dauernd benutzt, mit einem Standby-Modus auszustatten. Dabei ist es meist ohne Komfortverlust möglich, die Geräte direkt oder, wenn mehrere Geräte gleichzeitig benutzt werden, über eine schaltbare Steckdosenleiste ein- und auszuschalten. Intelligente Receiver oder Verstärker haben z. B. mittlerweile geschaltete Netzausgänge, an die man CD- und DVD-Player und andere Tonquellen anschließen kann, die nur dann eingeschaltet werden, wenn das Hauptgerät eingeschaltet ist.

Man kann beim Stromverbrauch auch dadurch Primärenergie sparen, indem man einen Stromanbieter wählt, dessen Energiemix regenerative Energieformen (z.B. Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse) bevorzugt oder sich sogar ausschließlich aus solchen zusammensetzt.